Also, wenn sich jemand heute über mein breites Grinsen wundern sollte, das ist deshalb:

Gestern abend kam Faith No More auf ihrer Reuniontour in Frankfurt vorbei und ich sowie tausende andere waren dabei.
Die Vorgruppe hatte ein Heimspiel: Harmful, deren letztes Album von FaithNoMore’s Billy Gould produziert wurde und der bei der letzten Harmful-Tour vor zwei Jahren an der Gitarre aushalf, sind in und um Frankfurt herum immer noch und völlig zu recht (meiner bescheidenen …
Endlich habe ich, Dank der Geschenkfreudigkeit meiner Mitmusikanten (oh ewig seid Ihr gepriesen dafür), … Trail of Dead in Live und 3D gesehen. Wow! DAS war laut. Und geil. Sie haben alle meine Erwartungen erfüllt, achwas, mehr als erfüllt. Ich war so begeistert, dass ich über meinen Schatten gesprungen bin und mal so ein albernes Handyfoto gemacht habe, obwohl ich mich ja normalerweise lustig darüber mache, wenn allenthalben die Handies in die Luft gestreckt werden.
…
So, nun also mit etwas Verspätung meine Eindrücke vom Placebo Konzert:
ganz schön voll die Jahrhunderhalle. Mehr Leute als bei Morrissey neulich.
Vorgruppe (Howling Bells? nie gehört) ist ganz nett, aber da ich erst zum vorletzten Song in der Halle bin, kann ich nicht wirklich was dazu sagen. Spontane Assoziation: Fau mit PJ Harvey-artigen Gesangszwiebeln und jungemänner-Rockband hintendran. Wie gesagt, ganz nett.
Halbe Stunde Umbaupause/Warten auf die Band saugt, wenn die Bühne eigentlich so gut wie garnicht umgebaut wird. Der Typ hinter mir stinkt nach Schweiss.
Punkt neun Uhr: Licht aus, Band an. Konzert startet, ich sehe leider nur die …
Nun also doch – ich und der Mozzer mal in einem Raum. So in echt.
Beobachtungen:
Bis auf eines gibt’s nur hässliche Morrissey-T-Shirts am Merchandise, und das eine Schöne war dann auch direkt ausverkauft.
Morrissey macht Musik für hässliche Menschen. Selten so viele Kartoffeln in einem Raum gesehen, Anwesende und Mitlesende natürlich ausgeschlossen.
Trommeln, größer als eine normale Bassdrum und seitlich am Schlagzeug aufgehängt, machen einen unglaublichen Wumms.
Der Mozzer hat mehr Hemden in der Hinterhand als der Gitarren-Boz Gitarren.
Der Gitarren-Boz zupft einen ordentlichen Darm, “Der Mexikaner” auch.
Mit “Panic” anzufangen, ist eine gute Idee.
Zwei …
Wie geil bitte ist das denn?
Hätte es die Becker-Faust schon gegeben (aber es gab sie nicht, es gab übrigens auch kein Internet) hätten wir sie garantiert alle in diesem Moment praktiziert. Stattdessen freuten wir uns wie ganz normale Menschen, fielen uns um den Hals, lachten, jubelten. Wir alle waren uns der gleichzeitigen Absurdität und Grandiosität der Aktion bewusst: Eine völlig unbekannte Berliner Band spielt ihren zweiten Gig als Vorgruppe von The Clash. Und warum? Weil sie gefragt hat!
1984 – Wie Plan B mal vor The Clash in the Philippshalle spielten – erzählt vom Spreeblick.
via Haarbüschel …