Archiv für das Tag "Netzwelt"

Bloggen, so wie früher

Damals. Also in Web/Blog Zeiträumen gedacht, vor drei bis vier Jahren, damals also, da hat man, wenn man irgendwo im Web einen interessanten Artikel gefunden hat, dort angehalten, den Kofferraum des Blogmobils geöffnet, sich ein paar Souvenirs eingepackt und diese dann postwendend (blogwendend?) als kleinen Artikel rausgehauen. Mit Link zurück zur Fundstelle, na klar.
Zum einen, damit man selbst später noch mal nachschauen kann, zum anderen, damit die werten Besucher der eigenen Bloghütte wohlfeil unterhalten werden.
Mit Services wie Read It Later oder durch Twitter ist das zumindestens hier beim mir ziemlich eingeschlafen, der Kofferraumdeckel geht halt doch schwer auf, ölen …


The revolution will not be twittered – Ägypten nahezu offline.

Das Bild des Tages:


via wired threadlevel | Bild: Arbor Networks

Krass. Krass. Krass.


Leseempfehlung

Marius macht sich drüben bei maingold sehr gute Gedanken darüber, warum Bloggersdorf immer mehr die Lichter ausmacht, bzw vom der ehemals gut besuchten Innenstadt in die vermeindlich tollen Vororte abwandert…

Ich finde mich in vielen Punkten wieder, gerade, was die Motivation betrifft, hier im Blog mit dem Adminbereich zu kämpfen, um einen Post rauszuhauen, den dann eh niemand liest.

Am Krankenbett der Blogosphäre


Pro Netzneutralität, Contra Feigenblatt

Drüben bei fefe steht einer der besseren Texte (wie gewohnt polemisch) zum momentanen Netzbohei zur “Initiative Pro Netzneutralität” und warum man nicht unbedingt gleich reflexhaft dort unterschreiben muss.

[...] Netzneutralität sichert nicht nur den Zugang zu Wissen, Netzneutralität sichert, dass ICH mich im Internet frei äußern kann und die Leute das auch lesen können. Das Internet ist eben kein Rundfunk, wo eine Hand voll Sender senden und der Rest soll bitte schön empfangen dürfen. Das Internet erlaubt mir, dass ich meine Meinung sagen kann, auch wenn ich nur ein kleines unwichtiges Würstchen bin, und das ehemalige Nachrichtenmagazin kann


Im wilden Internetistan

Bekanntlich gilt ja “Don’t judge a book by it’s cover”, aber was die Printausgabe des Spiegels da titelt, lässt für die Netzbenutzer, die sich in den letzten Monaten kritisch mit der Diskussion über die Netzsperren befasst haben, einiges befürchten:

Netz ohne Gesetz – warum das Internet neue Regeln braucht

Die ersten Wellen im Web fangen an zu schlagen, Sascha Lobo hat soweit ich das sehe als erstes berichtet, @Kosmar hat sein Spiegel-Abo gekündigt. Etwas später meldet sich @Netzpolitik und findet den Artikel nicht so schlecht, …


Lese-Empfehlung für den Freitag

Na, benutzt Ihr auch gerne und freudig WordPress, weil es ja so unendlich viele Plugins und Themes und hastenichtgesehen gibt? Gut.
Und, wie oft habt Ihr bei den meist “ehrenamtlich” tätigen Entwicklern vorbeigeschaut, gedankt, geholfen, gespendet?
Das muss wohl jeder für sich selbst beantworten. Aber vielleicht vor der Beantwortung oder einer voreiligen “was willst Du denn jetzt von mir?” Reaktion einfach mal diesen Eintrag bei Frank Bueltge lesen.

(…) Habe ich noch zu den Anfängen gesagt, dass es toll ist, wenn man eine Spende erfährt, so kann ich das jetzt noch immer sagen; der Unterschied ist, ich kann es nur


Einfach erklärt

Ich suche schon länger nach einer passenden Analogie, um den Freunden, Verwandten und Bekannten im Umfeld, die nicht so Internet- und Technik-affin sind, begreiflich zu machen, was an der Netzsperren-Geschichte falsch läuft.

Alvar Freude hat es in der Presseerklärung des AK-Zensur (Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur) hervorragend auf den Punkt gebracht:

Man stelle sich vor, ein Zeitungskiosk würde verdächtigt, Kinderpornographie zu verkaufen. Die Bundesregierung würde ein Gesetz beschließen, großräumig Straßensperren an allen Zufahrtsstraßen zu diesem Kiosk aufzustellen. Versierte Nutzer, nämlich Fußgänger, könnten den Kiosk zwar weiterhin erreichen, aber die Bundesregierung behauptet, die Straßensperren würden den Zugang erschweren.


Word!

popkulturjunkie bringt es auf den Punkt:

(…) Pol[i]tiker, die offensichtlich null Ahnung von Internet und Computern haben, den Werkzeugen, die für mich, meine Generation und alle folgenden Generationen eine entscheidende Rolle bei Arbeit, Freizeit und vielem anderen spielt, solche Politiker kann ich nicht wählen.

Gerade hat die ePetition übrigens die Zahl von 60.000 Unterzeichnern überschritten. Alles unzivilisierte Menschen, meint die UvdL und der Wirtschaftsminister ist betroffen, falls “pauschal der Eindruck entstehen sollte, dass es Menschen gibt, die sich gegen die Sperrung von kinderpornographischen Inhalten sträuben”. Nachzulesen und anzuschauen bei netzpolitik.org.


Musicians Support Network Neutrality

Was haben R.E.M., Pearl Jam, Ted Leo, Boots Riley, Death Cab for Cutie, OK Go, Bob Mould, Calexico, Kathleen Hanna, The Donnas, Jerry Harrison, John Doe, Les Claypool, Kronos Quartet, Jimmy Tamborello, Street to Nowhere, The Locust, Rogue Wave, Guster, State Radio, Matt Wertz, Griffin House, Matt Nathanson und The Wrens gemeinsam?

- Sie haben die Initiative Rock The Net – Musicians For Network Neutrality ins Leben gerufen.

Rock the Net is a nationwide coalition of musicians and labels that support net neutrality. We come together to demonstrate to Congress and the FCC the music community’s broad support for this



Das Design, der Code, 1456 Texte, die Illustrationen und ein paar Fotos sind von mir.

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