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Archiv für "August 2006" (Seite 2)

Morgens um sieben...

... sehe ich alles noch schwarz-weiss. Vor dem ersten Kaffee bin ich auf der Evolutionsleiter ganz nach unten geklettert und kurz nach dem Aufwachen fühle ich mich so, als wäre ich soeben zum ersten Mal aus dem Ur-Ozean an Land gekrochen.
Ausserdem sehe ich vor dem ersten Kaffee oft Dinge, die es garnicht gibt...

beinahe gefunden auf: spiegel.de

And then my friend, you die

Als ich gestern abend nach Hause kam, stand vor dem Haus wieder einmal eine komplette Wohnungseinrichtung auf der Straße. Achtlos in den Regen gestellt, abholbereit für den Sperrmüll. Teppiche, Möbel, Vorhänge, Geschirr - einfach alles, was sich so in einer Wohnung befindet. Darunter auch einige persönliche Papiere wie Notizen und Briefumschläge.

Das ist die Wohnungseinrichtung von Frau K.

Frau K. wohnte im Erdgeschoss dieses Hauses, als ich vor 12 Jahren (fuck ist das wirklich schon so lange her?) hier einzog. Sie war eine auf den ersten Blick harte, mürrische alte Frau, von großer Statur und stets auf die korrekte Einhaltung der Hausordnung bedacht. Ich wohnte noch keine drei Wochen im Haus, als ich schon die erste handgeschriebene Beschwerde im Briefkasten hatte, dass sich meine "abendlichen Besucher" doch bitte ordentlich im Treppenhaus zu verhalten hätten, und ausserdem hätten sie sich ihr gegenüber ungebührlich und frech verhalten. Anscheinend war H. mit ihr um kurz nach sieben aneinandergeraten, weil er an der abgeschlossenen Haustür von aussen rüttelte, was direkt Frau K. auf den Plan, bzw. in diesem Fall ans Fenster, rief, die von ihm erstmal Informationen einforderte, wer er denn sei und was er denn wolle. H. hatte ihr wohl daraufhin zu verstehen gegeben, dass sie sich mal um ihren eigenen Kram kümmern möchte, und einen Tag später hatte ich ihren Beschwerdebrief. Wenigstens hatte sie Eier - mit ihrem eigenen Namen unterschrieben und an mich direkt gerichtet, und nicht über die Wohnungsbaugesellschaft (da habe ich mittlerweile auch anderes erlebt).

Brave new Internet

Die nächste "Säuberungswelle" schwappt durchs Netz. Diesmal geht es Websites an den Kragen, die sogenannte "Tabs", Tabulaturen von Songs, anbieten. Das sind Notationen, zumeist für Gitarristen und Bassisten, die es ermöglichen, die Songs nachzuspielen, selbst wenn man keine Noten lesen kann. Dabei werden anstelle der Noten die Positionen der Greifhand auf den Seiten des Instruments abgebildet. Ohne diese Tabulaturseiten wäre das Leben eines manchen Saiteninstrumentspielers, zumal in einer Coverband, ziemlich schwer.

Der große Vorteil von solchen "Tab"-Seiten ist, dass die Tabs meistens von Gitarristen erstellt werden, die sich die Songs raushören und notieren. Da Geschmäcker ja unterschiedlich sind, kommen ...

Jugend forscht...

...bei maingold. Manche Erfahrungen muss man eben alleine machen. :-)

Poster die wo Rocken

Aufmerksamen Besuchern meiner Bloghütte ist aufgefallen, dass da neben bei den Links auch eine Fraktion mit "Illustration" vertreten ist. Das kommt daher, dass ich ein großer Freund der (vorwiegend amerikanischen) Konzertposterkultur bin. Angefangen hat das bei mir vor knapp 12 Jahren, als ich im Rahmen einer Reise nach Boston und New York völlig fasziniert davon war, dass fast an jeder Ecke wirklich feine Poster, Flyer und Plakate lokale Venues bewarben. Und haufenweise Siebdrucke in schmalen hohen Formaten, jenseits der bei uns vorherrschenden Schaukasten-DIN-irgendwas Plakate ...

Gute Reise Ralf!

Heute geht es also los: Rockingralf, der erste der drei Bässe bei Motörblock und auch sonst ein dufter Typ, begibt sich auf monatelange Weltreise und hinterlässt uns alle hier mit einer Träne im Augenwinkel. Löblicherweise wird er alles in seinem Reiseblog festhalten, auf dass wir daheimgebliebenen stets im Bilde sein mögen. :-)
Ich finde das grossartig, dass er die Eier hat und sich mal eben alleine auf die Reise begibt. Ich habe da vielzusehr Pipi in der Hose und verstecke mich hinter den "äusseren Umständen" (Partnerschaft, eigene Firma, blablabla), als dass ich das mal so machen würde. Ausserdem ...

Jaja die Hitze...

Also bei mir™ waren es die letzten beiden Wochen deutlich über 30°C im Büro. Arbeiten unter dem Dach hat eben auch Nachteile. Dass bei den Temperaturen die Konzentration leidet, während das Hirn langsam auf die Größe einer Rosine schrumpelt, ist nicht weiter verwunderlich. Erstaunlich ist eigentlich, dass man überhaupt in der Lage ist, noch halbwegs produktiv zu sein.
Dem Kollegen, der diesen Gutschein hier gesetzt hat, war wohl auch ziemlich warm. :-)

Reform, Reform und keiner macht mit

Soso, heute tritt also die Reform der Reform in Kraft. Nach zehn langen Jahren Diskussion um die richtige Rechtschreibung (Rechts-Schreibung?), der mindestens genausovielewennnichtnochmehr Jahre Diskussion und Gegrübel für die erste Rechtschreibreform vorausgingen.
Ich möchte an dieser Stelle nochmal redesigndeutschland ins Spiel bringen - ihr "rededeutsch"...

Neu deutsch sprache heissen redesigndeutsch, kurz rededeutsch. Rededeutsch vereinfachen grammatik auf zehn regels und sein erlernbar ohne vorkenntniss in wenig stundes. Dies grammatik sein anwendbar auf all spraches von welt.

... klingt eigentlich fast so, wie die Hoffnungslosen von der Berufsschule gegenüber sowieso schon sprechen, von daher wäre es eingentlich konsequent. Und Klassiker lassen ...