Wenn das hier stimmt, dann bekommt der Untertitel meines Blogs ja eine ganz neue Bedeutung...

Frankfurt ist nach Einschätzung der Sicherheitsexperten die am meisten durch islamistischen Terror gefährdete Stadt Deutschlands. Das dicht besiedelte Rhein-Main-Gebiet mit dem internationalen Großflughafen und dem Bankenzentrum steht nach Feststellung der Geheimdienste "schon seit langem im Visier der islamistischen Gotteskrieger".

Gibt es eigentlich irgendwo mal eine Aufstellung, wieviele terroristisch motivierte Anschläge und Attentate es vor dem 11. September "im Westen" gab, und wieviele danach, über einen vergleichbaren Zeitraum hinweg betrachtet?

Und wie kann es sein, das nach fünf Jahren "War against Terrorism" sich die angebliche Gefahrenlage immer noch keinen Deut gebessert hat, ja, es sogar immer mehr und immer krassere Überwachungs- und Kontroll-Maßnahmen erfordert, um der Bedrohung zu begegnen?

Warum kommt den keiner mal auf die Idee, bei "unseren" Politikern einen Nachweis der Notwendigkeit der beschlossenen Maßnahmen einzufordern - und einen Beleg der Wirksamkeit?

Schön perfide: Solange nichts passiert, ist das schon Beleg genug, dass es an der Wirksamkeit der Maßnahmen liegt. Sollte etwas passieren, ist das Beleg, dass die Maßnahmen noch nicht weit genug gehen. Und alles wird mit der Angst vor dem übermächtigen, nicht greifbaren, aber irgnedwie ständig präsenten "Feind" begründet. Kommunikationsüberwachung, Videoüberwachung, Vorratsdatenspeicherung, Bewegungsprofile... und und und. Und der vermeindlich mündige Bürger denkt "wird schon richtig und notwendig sein" und lässt sich von Vater Staat immer mehr zuschauen.

Und toll, es funktioniert. Auch bei mir ist es gepflanzt, das Unbehagen. Das ungute Gefühl, inmitten von Menschenmengen auf der Zeil, am Flughafen oder im Bahnhof. Dieses nicht greifbare Gefühl, es könnte ja etwas passieren. Völlig diffus. Irrational. Und da liest sich eine Meldung wie die oben verlinkte dann noch mal ganz anders.