Hach, Mainova müsste man sein... gerade habe ich einen Brief mit der Ankündigung der Preiserhöhung im Briefkasten.

Ich habe so einen Tagstrom/Nachstrom Kombitarif ("Mainova Kombi"), und die Erhöhung fällt unterschiedlich aus - ca. 5,7% tagsüber, und 13,2% nachts (jeweils inklusive Stromsteuer, EEG u. KWKMOdG). Dazu wird der "feste Leistungspreis" um etwa 8,5% erhöht.

Laut meiner letzten Rechnung habe ich mehr Nacht- als Tagstrom verbraucht, sodass sich für mich eine Erhöhung um etwa 9,4% gibt.

Sauber.

Wenn ich dann in dem Anschreiben lese

(...) Während andere Anbieter dem Trend auf den Weltmärkten folgten und die Preissteigerungen mit schöner Regelmässigkeit an ihre Kunden weiterreichten, haben wir die Nettopreise für Ihren Strom seit Januar 2005 für zweieinhalb Jahre stabil gehalten (...)

dann komme ich mir doch etwas, hm, irregeführt vor, den immerhin ist es keineswegs so, dass die Mainova das freiwillig getan hätte:

Die hessische Landesregierung hat einen weiteren Teilerfolg in ihrem Kampf gegen höhere Strompreise errungen. Wie das Wiesbadener Wirtschaftsministerium am Donnerstagabend mitteilte, haben die beiden Regionalversorger Mainova (Nachrichten) und entega ihre Anträge auf höhere Strompreise zurückgezogen. (...) Nach Angaben des Ministeriums hatte die Frankfurter Mainova Preiserhöhungen von 7,1% sowie entega von 8,7% beantragt. Wirtschaftsminister Alois Rhiel hatte zum Jahreswechsel einen Strompreisstopp verkündet und dies vor allem mit der Aussicht auf sinkende Netzentgelte für die Versorger begründet. (...)

schreibt finanznachrichten.de im Juni letzten Jahres.

Also im letzten Jahr um 7,1% erhöhen wollen, es dann zurückziehen, und ein knappes Jahr später mal eben roundabout 9% erhöhen?!

Respekt. Das nenne ich erfolgreich wirtschaften.

Und wenn ich dann in dieser Meldung vom letzten August lese

(...) Die Frankfurter Mainova will die Mehrwertsteuer an die Verbraucher weiterreichen, hat aber keine Preiserhöhung beantragt (...)

und

(...) Preismindernd wird sich voraussichtlich auf längere Sicht eine Entscheidung der Bundesnetzagentur (BNA) auswirken. Die Behörde verpflichtete Vattenfall, EnBW, und RWE bereits, die Netzgebühren um Werte zwischen 8 und 18 Prozent zu senken. (...)

dann komme ich mir doch gehörig verarscht vor.