Überlegungen, ungefiltert. Ausgelöst hier- und da-von.

Als Einzelkämpfer bin ich jahrelang gerade so über die Runden gekommen, habe keine Schulden agehäuft, meine Steuern und Abgaben bezahlt, auf keinem großen Fuß gelebt, bin selten in Urlaub gefahren, lebe in einer kleinen Mietwohnung, fahre kein dickes Auto, fröne keinem teuren Hobby - und habe keine Familie, die von meinem "Gehalt" abhängig wäre. Dafür reicht das Geld. Seit elf Jahren sorge ich privat vor für mein Alter, habe auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die in etwa mein monatliches Netto"gehalt" abdecken würde. Unter rein rechnerischen Aspekten müsste ich mich eigentlich von meinem Job verabschieden. Das Geld, was mir monatlich zur Verfügung steht, reicht bei Weitem nicht, um eine entspechende "Rente" im Alter aufzubauen. Trotzdem sorge ich weiter vor, erhöhe meine Beiträge sobald es auch nur irgendwie geht und baue darauf, dass meine Firma sich auch in Zukunft weiterentwickelt, und die Werte die darin stecken, ein Teil der Altersvorsorge darstellt. Nur: Die mittlerweile nicht unerheblichen Beträge, die monatlich in verschiedene Altersvorsorgedinger weggehen, reichen nicht mal für eine "Rente", die der Grundversorgung entspräche, wenn ich berücksichtige, dass bei Grundversorgung auch eine Mietbeihilfe gewährt wird.
Mein "Gehalt" reicht nicht aus, um mir eine adäquate Altersvorsorge bei gleichzeitigem normalen Leben im Jetzt zu ermöglichen.

Im Grunde genommen könnte ich also hergehen und sagen: Mein Geld reicht im Alter sowieso nicht, zumal, wenn mein aus bereits besteuertem "Gehalt" angespartes Geld dann nochmal besteuert wird. Wenn ich dann auf Grundversorgung angewiesen bin (so es die in 30 Jahren überhaupt noch gibt), werden meine Altersersparnisse sowieso kassiert, also bin ich doch bescheuert, mir *jetzt*, wo ich das Geld eigentlich brauche, es vom Mund abzusparen. Ein vergleichbares Einkommen in einem Angestelltenverhältnis würde mittlerweile weniger Abgaben in die gesetzliche Rentenversicherung bezahlen, aber auch da würde die Rente hinten und vorne nicht reichen.

Das wird noch alles ganz schön spannend.