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Archiv für April 2009

EU erleichtert Einführung von Internetsperren bei Copyright-Verstößen

Während in Deutschland noch ob der Netzsperrenbegehren der UvdL über eine mögliche Ausweitung nach Geschmack der diversen Lobbyisten geunkt wird, zieht das Ganze eine Nummer größer auf EU Ebene herauf:

(...) Oppositionspolitiker, Bürgerrechtler und Forscher üben daher scharfe Kritik an den Absprachen, die auch Fragen der Aufrechterhaltung der Netzneutralität und des Prinzips des offenen Internet vor allem als Wettbewerbsfaktor sehen und eine Regelung somit dem Markt überlassen wollen. "Die Einigung lässt an entscheidenden Punkten zu viel Interpretationsspielraum", moniert Rebecca Harms, stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Fraktion im EU-Parlament. Dem Nutzer würde ein mehr oder weniger leeres Versprechen gegeben, auf seine Grundrechte zu

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Leseempfehlung für den Donnerstag

Auf upload-amagzin.de ist ein lesenswerter Artikel erschienen, der sich mit den geplanten Netzsperren, Grundrechten und der Rolle der Bürger dabei beschäftigt:
Internetzensur - Warum die Meinungs- und Informationsfreiheit alleine keine Hilfe sind

Antworten zu Netzsperrenfragen auf Abgeordnetenwatch

So siehts aus derzeit (Stand: 29.4.2009, ca 23h) auf abgeordnetenwatch.de (neuere Antworten gibts hier und hier und auch hier):

(...) Erfahrungen in anderen Ländern zeigen, dass ein verbesserter Schutz der Kinder gelingen kann. Die unionsgeführte Bundesregierung will daher Internet-Seiten mit kinderpornografischen Inhalten sperren lassen. Damit dies bald rechtlich möglich ist, hat sie Dank der Hartnäckigkeit von Bundesministerin von der Leyen am 25.03.2009 die "Eckpunkte zur Bekämpfung von Kinderpornografie im Internet" beschlossen. So soll der Zugang zu kinderpornografischen Seiten zumindest national verhindert werden. Dies soll in Zusammenarbeit mit den Internet-Anbietern in Deutschland geschehen. Erklärtes Ziel

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Blöde Witze angesichts der Nachrichtenlage

In Anbetracht der drohenden Pandemie sollte vermieden werden, irgendwelche Säue durch Kleinbloggersdorf zu treiben.

Es wirkt schon

... aus einem Leserbrief, abgedruckt in der aktuellen Printausgabe (10) der c't, zum Editorial "Schwacher Versuch" der Ausgabe 9, das sich kritisch mit den Netzsperren und den Plänen der UvdL beschäftigte:

(...) Es ist bekannt, das jeder fünfte Mann ein wenig abartig ist. Mit dem Computer beschäftigen sich überwiegend Männer. Man kann annehmen, dass es unter den Computerfreaks und Spezialisten auch eine ganze Menge Abartige gibt, die ihr Geschäft weiter ungestört treiben wollen. Schön anonym und ungestört. Schon werden Tipps verbreitet, wie man die Sperre umgehen kann. Das machen alle, ob c't, CCC oder TV.

Noch immer keine Antwort

Da ich noch immer keine Antwort auf meine Nachricht an das Kundencenter habe, verweise ich mal auf den sehr lesenswerten Thread im T-Online-Kundenforum.

Wenig überraschend sieht das "T-Home Team" dort keinen Grund für ein Sonderkündigungsrecht im Falle der DNS-Sperren, geht aber davon aus, dass viele Kündigungen eingehen werden, nicht ohne darauf zu verweisen, dass diese Kunden spätestens ab Herbst sowieso keine Alternative zum gefilterten Zugang haben werden, da es dann Gesetz sei.

Leider driftet der Thread gegen Ende in eine Diskussion ab, ob das Löschen von Beiträgen im Forum und die Anwendung von Bad-Wordlisten für andere Accounts als den ...

Zum Henker!

Ich brauche mal 'ne Verschnaufpause nach der ganzen Aufregerei, die mich seit mehr als einer Woche mit den Netzsperrenscheiss hier beschäftigt.

Impression von der Fensterbank

Dazu läuft gerade Radiohead, Paranoid Android. When I Am King You Will Be First Against The Wall ...

Das Internetuserbild der Frau von der Leyen - Update

Gerade auf golem.de gelesen - U.v.d.L im Radiointerview bei Radio Eins, Berlin:

"Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft"


So, jetzt ist die Katze aus dem
...

Warum es nicht um Zensur geht

... erklärt uns nun Kerstin Griese, MdB (SPD), Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:

(...) ich kann Ihre Argumentation nicht nachvollziehen. Wenn Ihre Behauptung stimmt, dass die geplanten Internet-Filter mit geringem Aufwand zu umgehen sind, dann wäre die These, damit würden Freiheitsrechte eingeschränkt, absurd. (...)

auf abgeordnetenwatch.de, via fefe