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Ich bin angesichts dessen, was so nach und nach durch die veröffentlichten Dokumente aus Edward Snowdens NSA-Leak bekannt wird, komplett betäubt. Ich finde das im wahrsten Sinne unfassbar und ich "komm darauf nich klar", wie es die Stuttgarter in Berlin so gerne sagen. Was mich aber noch viel mehr beschäftigt: Wie kann es sein, dass die Mehrheit meiner Mitbürger die lückenlose Überwachung der elektronischen Kommunikation als "nicht so schlimm" betrachten?
Und die Untätigkeit der gerade eben wiedergewählten Volksvertreter, die offenbar überhaupt kein Problem damit haben, dass massiv die Grundrechte der Bevölkerung mit Festplatten getreten werden, sich aber dann empört geben, wenn auf einmal das eigene Handy auch angewanzt wird -- auch das macht mich fassungslos, weil sich tatsächlich zu bewahrheiten scheint, dass mittlerweile nur noch Macht- und Besitzstandswahrung und Cover-Your-Ass die Politikdarsteller antreibt. Da offenbar vom Wahlbürger keine Bedrohung durch Abwahl mehr ausgeht, muss man dessen Interessen auch nicht wahren.
Wahrscheinlich war das halt niemals anders, frühere Politikergenerationen konnten es nur besser überspielen oder es ist aber tatsächlich so, dass durch die "Demokratisierung" des Informationsflusses im "Web" die Zusammenhänge einfach viel schneller, umfangreicher und schneller beim Plebs ankommen. Könnten.

Image: Habe ich beim www.keepcalm-o-matic.co.uk zusammengebaut und das kann man da auch als Druck bestellen, wovon ich allerdings nichts habe ;-)