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Archiv für "Nur mal so" (Seite 2)

Lektion in Demut

Meh. Am Auto der Liebsten hatte sich der Blinker vorne in ein Goldfischglas verwandelt. Satte 3cm oder mehr Wasserspiegel, gerade so knapp unter der Birne, schwappten da munter drin rum. An den Algen- und Moosablagerungen im unteren Bereich war zu sehen, dass das sich wohl schon *etwas* länger ansammelte. Eigentlich hätte man da nur noch so eine Schatztruhe reinstellen müssen und einen Goldfisch… naja, gesehen hatte ich das, als *eigentlich* nur die Winterreifen eingeladen wurden, und das Wägelchen zum Reifenmonteur überführt wurde.

Als der Wagen dann kurz drauf mit Winterschuhen abgeholt wurde, dachte ich mir, hm, mal kurz den Blinker ausbauen, die Birnenfassung rausdrehen, Wasser auskippen, auswischen, Birnenfassung wieder rein, einbauen, weiter gehts. Kann ja nicht so lange dauern.

Ha.

Stupid me.

DeleteFaceBook

So,

endlich habe ich meinen Facebook Account gelöscht. Anfang des Jahres hatte ich bereits sämtliche Aktivitäten dort eingestellt, alle meine Inhalte gelöscht.

Wobei, "gelöscht" bei Facebook heisst ja nur, es ist für mich und andere nicht mehr sichtbar; meine (Meta)Daten und Interaktionen und Verbindungen werden wohl bis zum großen Kometeneinschlag in hoffentlich ferner Zukunft auf irgendwelchen Facebookservern liegen bleiben und auch weiterhin deren toxisches Businessmodell anfeuern.

Aber ich will damit entgültig nichts mehr zu tun haben.

SMEgnorance

(The following is my translation of my blog post "KMUnverstand" which originally was published in German and seemed to resonate with quite a few people in my web dev bubble. It surely is full of grammar- and spelling-errors, but I hope the gist of it will come across anyway)

In our small web-studio we have our problems with advertising "hey, we've launched a new web site, look here, it's awesome!".

Because the launch is only a part of the ongoing process, the real work starts after the launch, even if many think that it is the finish line. But, especially with CMS-driven web sites, it needs some time and work by the editors to see if the ideas for the designed components really work as desired. Plus, even right after the launch one is already smarter than before and has many new ideas how to better solve some details than before. Despite the seemingly average life-span of web projects, our clients work with their sites way longer than five years. With the dynamic changes in the "web technology" field over the last five to ten years, this means that there needs to be constant team-work and a regulary exchange between us and our clients over possibilities and new or changed requirements.

Unfortunately, especially in the SME environment that we often deal with, "websites" are still seen as a fixed product. One "buys" this once, expecting it to work "as is" from that moment on until an internal decision in the distant future. So there is a great deal of ignorance and non-comprehension if ongoing maintenance and service shoud be considered and paid. The feeling of unwanted dependence is strong, especially because often open-source solutions seem to be initially "free". Because web packages for 5-10 EUR a month seem to work fine on first glance. If then a monthly support and maintenance package with at least 20 times the price is offered (a budget allowing for only 1-2 hours a month for work on the site), this totally seems over top and something that can be economized and saved. Why bother, the site works as is, right?

KMUnverstand

Wir in meiner Web-Butze tun uns ja immer etwas schwer mit "hey, neue Website gemacht, kuckt mal, voll toll!".

Weil, der Launch ist ja nur ein Teil, die eigentliche Arbeit geht ja erst danach los, auch wenn viele denken, damit wäre die Arbeit ja beendet. Aber, gerade bei CMS-angetriebenen Websites kommt erst im Laufe der Zeit, wenn die Redaktion damit arbeitet, Klarheit, ob und wie die angedachten Komponenten funktionieren. Dann ist man sowieso hinterher immer schlauer und hat schon wieder Ideen, wie man Dinge noch besser lösen kann. Entgegen der wohl marktüblichen "Haltbarkeit" von Webprojekten arbeiten unsere Kunden mit ihren Sites deutlich länger als fünf Jahre; und bei der Dynamik, die "Webtechnologie" in den letzten 5 bis 10 Jahren an den Tag legt, bedeutet das, dass man kontinuierlich gemeinsam und am Besten im regelmässigen und engen Austausch Veränderungen in Anspruch und Möglichkeiten abstimmt.

Leider sind, gerade im KMU Umfeld, mit dem wir es oft zu tun haben, "Websites" nach wie vor ein feststehendes Produkt. Man "kauft" sich das einmal, erwartet, dass es ab dann, bis zu einer internen Entscheidung in ferner Zukunft, "as is" funktioniert. Entsprechend verständnislos ist man dann, wenn eine laufende Wartung und Pflege bezahlt werden soll, das Gefühl von ungewollter Abhängigkeit steht schnell im Raum. Gerade weil oft Open-Source Lösungen erstmal scheinbar "kostenlos" sind. Weil Webpakete für 5-10 EUR im Monat ja auch erstmal zu funktionieren scheinen. Wenn dann eine monatliche Support und Wartungspauschale mit mindestens dem 20fachen Preis aufschlägt (wofür man sich wirtschaftlich gerechnet gerade einmal 1-2h pro Monat mit der Site beschäftigen kann), erscheint das erstmal als einsparbar. Läuft doch.

Markup, friends, markup

This morning a tweet by Heydon Pickering landed in my timeline, where he quoted a text that started 10 things to learn for becoming a solid full-stack JavaScript developer, only to include a paragraph As for HTML, there's not much to learn right away and you can kind of learn as you go, but before making your frist templates, know the difference between in-line elements like <span> and how they differ from block ones like <div>.

Heydon aptly commented this with How Full Stack Development is destroying the web: a story in two pictures.(Source)

This triggered me (not his ...

Herbst

Hecke mit roten Weinblättern, ein abgestorbener Baum, vor blauem Himmel

Machs gut und Danke für alles, liebe SPEX

Die Nachricht kam für mich heute relativ überraschend: Die SPEX Redaktion wirft das Handtuch und das Heft wird nach 38 Jahren eingestellt.

Ich habe ein SPEX Abo seit Ende der 80er Jahre, und oft wurde ich deshalb von meinen eher rock-orientierten Mitmusikern und Bekannten dafür belächelt. Ja, die SPEX Autorinnen konnten schon immer prächtig herumschwurbeln und oft hatte man das Gefühl, das sich hier die Germanistikstudenten endlich mal austoben konnten, aber: Gerade in den Neunzigern habe ich durch die SPEX so dermaßen viel und interessante Musik entdeckt… neben den Idiot Ballroom Saalcharts der 'Kapp waren die Plattenbesprechungen der SPEX ...

Gästehaus Tiberia

… Diätküche, Kosmetik

Nach der Tintypography entdecke ich gerade ein neues Themengebiet… Gästehausbeschriftungen im Alpenraum. Ich glaube, das könnte ein neues Projekt werden, muss aber vertagt werden, weil ich mich derzeit lieber im Wald als in den Ortschaften aufhalte. Aber der Reminder ist gesetzt. Was man hier so alles an 'Haus Luise', 'Haus Erika', 'Haus Martina' etc in feinster 50ies/60ies Typo entdecken kann, ist wirklich beachtlich.

'Haus Tiberia' hat allerdings diesen eigenen Beirag verdient, denn das scheint kein Hotel o.ä. mehr zu sein, sondern es hängt nur noch dieses Schild ...

Webmentions are Hot

Drüben bei A List Apart ist ein Artikel von Chris Aldrich erschienen, der sich mit Webmentions befasst.

Put simply, Webmention is a (now) standardized protocol that enables one website address (URL) to notify another website address that the former contains a reference to the latter. It also allows the latter to verify the authenticity of the reference and include its own corresponding reference in a reciprocal way.alistapart.com

Im Indieweblager ist Chris kein unbekannter, umso mehr hat mich gefreut, seinen Text in der angesehenen Webentwicklerpostille zu lesen. :-) #ischkennleud

Seit dem Beginn meiner Beschäftigung mit dem Indieweb und ...