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Archiv für "kunden"

Deflektorschild

Ich hatte gerade in einem - zugegebenermaßen leicht rant-gruppigen - Gespräch über einem vergorenem Apfelgetränk einem guten Freund versucht zu erklären, warum mich das IrgendwasMitWebArbeiten zuweilen so … auslaugt.

Dabei fiel das Wort "Deflektorschild". Ihr kennt das doch, wenn bei StarTrek sich die Raumschiffe beharken, und irgendwann kommt dann:

"Capt'n, die Schildenergie ist runter auf 20%!"

BUMMS.

"10 Prozent!!"

Und dann werden die Energieströme aus irgendwelchen Lebenserhaltungssystemen auf Deck SoUndSo auf die Schilde umgeleitet, während im Hintergrund ein Scotty an der rettenden Lösung arbeitet.

BUMMS.

"Noch 7%!!!"

Genau so geht es mir zuweilen in Kundenprojekten, vor allem, wenn ich mich mal ...

KMUnverstand

Wir in meiner Web-Butze tun uns ja immer etwas schwer mit "hey, neue Website gemacht, kuckt mal, voll toll!".

Weil, der Launch ist ja nur ein Teil, die eigentliche Arbeit geht ja erst danach los, auch wenn viele denken, damit wäre die Arbeit ja beendet. Aber, gerade bei CMS-angetriebenen Websites kommt erst im Laufe der Zeit, wenn die Redaktion damit arbeitet, Klarheit, ob und wie die angedachten Komponenten funktionieren. Dann ist man sowieso hinterher immer schlauer und hat schon wieder Ideen, wie man Dinge noch besser lösen kann. Entgegen der wohl marktüblichen "Haltbarkeit" von Webprojekten arbeiten unsere Kunden mit ihren Sites deutlich länger als fünf Jahre; und bei der Dynamik, die "Webtechnologie" in den letzten 5 bis 10 Jahren an den Tag legt, bedeutet das, dass man kontinuierlich gemeinsam und am Besten im regelmässigen und engen Austausch Veränderungen in Anspruch und Möglichkeiten abstimmt.

Leider sind, gerade im KMU Umfeld, mit dem wir es oft zu tun haben, "Websites" nach wie vor ein feststehendes Produkt. Man "kauft" sich das einmal, erwartet, dass es ab dann, bis zu einer internen Entscheidung in ferner Zukunft, "as is" funktioniert. Entsprechend verständnislos ist man dann, wenn eine laufende Wartung und Pflege bezahlt werden soll, das Gefühl von ungewollter Abhängigkeit steht schnell im Raum. Gerade weil oft Open-Source Lösungen erstmal scheinbar "kostenlos" sind. Weil Webpakete für 5-10 EUR im Monat ja auch erstmal zu funktionieren scheinen. Wenn dann eine monatliche Support und Wartungspauschale mit mindestens dem 20fachen Preis aufschlägt (wofür man sich wirtschaftlich gerechnet gerade einmal 1-2h pro Monat mit der Site beschäftigen kann), erscheint das erstmal als einsparbar. Läuft doch.

Der (Web)Designer und die Hecke

Einer der anstrengenderen und ehrlich gesagt nach all den Jahren auch etwas ermüdenden Aspekte meiner Arbeit ist die fast tägliche Auseinandersetzung mit Vorstellungen und Wünschen von Menschen, die oft sehr, hm, speziell sind, teils, weil sie sich, ohne Ahnung von der Materie zu haben, im Vorfeld schon auf eine "Lösung" geeinigt haben, oder erstmal wissen wollen, was etwas kostet, bevor man überhaupt weiss, was gemacht werden soll, oder sie sich beratungsresistent zeigen und teilweise scheinbar auch zur Realitätsverweigerung neigen.

Mein Medium "Web" ist extrem komplex, verändert sich ständig und erfordert die konstante Bereitschaft, sich weiterzubilden, am Ball zu bleiben und über nun fast 20 Jahre hat sich da ein riesiger Erfahrungsschatz aufgebaut, der in meinem Kopf den lieben langen Tag rumkreiselt und mich auf Trab hält.

Nach einem in dieser Hinsicht eher recht interessanten Arbeitstag twitterte ich gestern Abend also:

Dass ich mit oben genannten Problemchen nicht alleine bin, ist mir spätestens nach den Antworten auf den Tweet klar, die in der Folge eintrudelten :-)

The Expert

Das Verhalten der Meetingbewohner ist erstaunlich gut getroffen, insbesondere das "das kann doch nicht so schwer sein" Totschlagargument und die Projektmanagerkarrikatur. Welcome to my world…

youtube direct expertentum

Mike Monteiro: What Clients don't Know (And Why It's Your Fault)

Das ist so mit das Beste, was ich bislang zum Thema "Designer < --> Kunde" gesehen habe:

Wahnsinn, wie exakt meine Situation und meine Probleme sich darin wieder finden. Das Beste kommt zum Schluss, und wer meine Twittertimeline kennt, der versteht, warum ich da gerade sehr aufmerke:

[…] but "hope" is not a design-word. We hope that clients show up at our door, carrying the knowledge that's took us so long to build up for ourself, or worse, we have an incomplete idea of what the job actually entails. And when our clients don't behave

...

Wie Webdesign direkt zur Hölle geht...

hihi. hihihi. hihihihihihi.
Leider viel zu wahr: How a Webdesign goes straight to Hell (via The Oatmeal)

Clients From Hell

Aha! Wir sind nicht alleine!

Ich habe mich ja vor ca. fünf Jahren aus der Einzelkämpferselbständigkeit verabschiedet, unter anderem auch, weil die Mehrzahl der (Illustrations)Jobs ziemlich undankbar waren. Keine Zeit, kein Budget, schlechtes Briefing und merkwürdige Kundenvorstellungen, noch weiter pervertiert durch Kommunikations- und Entscheidungsprozesse bei den zwischengeschalteten Agenturen und die ständige Diskussion um Nutzungsrechtsvergütung (bzw das dreiste Verletzen von entsprechenden Vereinbarungen) ... da war irgendwann der Spaß komplett raus aus der Sache.

Im März hatte ich ja schonmal auf den Adgraveyard bei Zeldman hingewiesen, jetzt habe ich gerade über René das Tumbleblog "Clients From ...

(Web)Designkunden im wahren Leben

Oh so true...

youtube directkunden, via @silkester

Der rechte Rand und wo ist unten

Erstaunlich. Seit dem grosse Bildschirme erschwinglich werden und auch auf Laptop Computern Monitore mit feinen Auflösungen die Regel sind, darf ich vermehrt mit Kunden darüber diskutieren, wie sich die Webiste denn im Browserfenster verhält. Bzw es verläuft so, dass ich vor der Entwurfsarbeit schon darüber rede, sie es nicht verstehen, dann einen Screenentwurf sehen, abnicken, von mir darauf hingewiesen werden, dass das ein oder andere Design aber eine feste Breite bedingt, oder dass es sich dynamisch an die Breite des Monitors anpasst, somit der gezeigte Screen aber nur eine der möglichen Darstellungen zeigt - und wenn das Ding ...

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