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Archiv für "Überwachungswahn"

Unsere Sicherheit ist eine Inszenierung

Mir ist immer noch nicht klar, warum etwa die Vorratsdatenspeicherung der Telefonate meiner Ehefrau mit mir gegen den Terror helfen soll, wenn Anschläge fast immer von einschlägig behördlich bekannten Islamisten begangen werden. Mir ist immer noch nicht klar, warum meine Grundrechte angegriffen und abgebaut werden, wenn eine Person wie Anis Amri frei herumlaufen, Waffen besorgen...

War ja klar.

Die Online-Ausgabe der Zeit schreibt, dass "EU-Digitalkommissar Günther Oettinger […] sich für eine intensivere Überwachung des Internets durch die Geheimdienste ausgesprochen [hat]": Der sogenannte "Islamische Staat" und andere islamistische Gruppen nutzten das Internet intensiv und würden ihre Informationen verschlüsseln. "Die Frage stellt sich, ob wir unseren Geheimdiensten mehr Möglichkeiten geben sollen, diesen Austausch zu verfolgen",...

Das V in VDS steht für "Vorsatz"

… Konnte man sich 2007 noch mit Unwissenheit, einer anderen Bewertung der Situation oder der Hoffnung auf Datensicherheit herausreden, ist das Votum für die Vorratsdatenspeicherung heute eine Tat mit Vorsatz. Kein Befürworter kann sich herausreden. Es liegt alles auf dem Tisch: die Wirkungslosigkeit, die Risiken, die Grundrechtseingriffe, die Missbrauchsanfälligkeit und die vielen Kritikpunkte unserer obersten...

Höchstspeicherfrist Seele auf

Die Vorratsdatenspeicherung soll kommen. Aber weil Vorratsdatenspeicherung ja irgendwie so nicht echt gut ankommt und man in der Vergangenheit sich evtl auch zu Aussagen verstieg, dass man ja also gegen die Vorratsdatenspeicherung sei, nun, dann nennt man es eben Leitlinien zur 'Höchstspeicherfrist für Verkehrsdaten'. Ich könnte nun hier seitenweise ins Blog brechen, wie sehr mich...

Es wirkt schon

... aus einem Leserbrief, abgedruckt in der aktuellen Printausgabe (10) der c't, zum Editorial "Schwacher Versuch" der Ausgabe 9, das sich kritisch mit den Netzsperren und den Plänen der UvdL beschäftigte: (...) Es ist bekannt, das jeder fünfte Mann ein wenig abartig ist. Mit dem Computer beschäftigen sich überwiegend Männer. Man kann annehmen, dass es...

Telekom: Netzsperre verzögert sich

Und wieder einmal auf heise.de gefunden: (...) Telekom-Sprecher Ralf Sauerzapf sagte: "Wir müssen eine Software entwickeln, die es bis dato noch gar nicht gibt, und diese auf einigen hundert Servern testen und installieren." Die Entwicklung und Umsetzung dieses vollautomatischen Verfahrens koste mehr Zeit als gedacht. "Die Sperre kann daher voraussichtlich erst in einem halben Jahr...

Leseempfehlung für Samstag

Jens Scholz schreibt, warum es um Zensur geht: Da reiben sich gerade so viele die Hände, daß man eigendlich ein beständiges Rauschen hören müsste. Die Idee, das Thema Kinderpornografie als Popanz vorzuschicken, um das nun geplante Internet-Zensursystem einzuführen war aber auch wirklich eine richtig gute. Hat das ja zuvor mit den Themen Terrorismus und Internet-Kriminalität...

Das Kind noch viel deutlicher beim Namen nennen

Eben gerade auf heise.de gesehen: Die Bundesregierung erhofft sich von dem geplanten Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornographie im Internet offenbar wesentlich weitergehende Überwachungsmöglichkeiten als bislang bekannt (...) Falls das Gesetz wie geplant in Kraft tritt, sollte sich allerdings jeder Internetnutzer genau überlegen, ob er noch unbekannte Webadressen ansurft. Geriete man etwa versehentlich oder durch böswillige...

Das Kind beim Namen nennen

Sehr deutliche Worte zu dem gestern vorgelegten Gesetzentwurf findet Die Zeit Online: (...) Ersetzen wir Internet durch Telefon und Kinderpornografie durch einen beliebigen strafrechtlich relevanten Begriff wie Drogenhandel. Mit einem solchen Gesetz dürfte das BKA und nur das BKA entscheiden, wessen Telefon abgeklemmt wird, es dürfte jede Telefonnummer protokollieren, die versucht, den gesperrten Anschluss anzurufen,...