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Archiv für "Zensursula" (Seite 2)

Die Parteien der großen Koalition haben sich heute abend endgültig vom Internet verabschiedet.

Ich bleibe heute abend mal dabei, die besser ausformulierten Gedanken "benachbarter" Netzteilnehmer wiederzukauen, da sie meine Gedanken besser auf den Punkt bringen, als ich es in meiner momentanen Wut und verfassungslosigkeit tun könnte.

Liebe Politik,
nach diesem Beschluß eines Gesetzes, das in mehreren Punkten gegen das Grundgesetz verstößt (Aushebelung der Gewaltenteilung, Verhinderung der Aufklärung von Straftaten), wird es auf sie in diesem Internet nur noch Scheiße regnen. Das ist ein Versprechen. (...)
Diese 500.000 genannten Menschen haben Sie sich heute zum Feind gemacht. 500.000 Multiplikatoren im Netz, die twittern, bloggen und sich vernetzen. Und ich verrate Ihnen noch ein Geheimnis: Wir

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Teile und herrsche oder wie

Ich darf hoffentlich gerade mal Anke Gröners Worte in das Blog nehmen:

Seit Dienstag, seit sich die Große Koalition, die ich mit meiner Stimme für die SPD auch noch ermöglicht habe, gemeinsam auf einen Gesetzesentwurf geeinigt hat, der die Gewaltenteilung faktisch aushebelt und meiner Meinung nach eindeutig gegen das Grundgesetz verstößt (Artikel 5.1: „Eine Zensur findet nicht statt.“), seit diesem Tag bin ich fassungslos. Ich fühle mich zum ersten Mal in meinem Heimatland nicht mehr so frei wie noch am Tag zuvor. Ich habe das bedrückende Gefühl, dass die Regierung meines Landes, meine Regierung, die ich gewählt habe, ihren

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In den letzten Minuten vor Ablaufen der Unterzeichnungsfrist hat die E-Petition gegen die Internetsperren noch die 134000er Marke überschritten.

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Die E-Petition gegen die Einführung von Netzsperren hat heute, am letzten möglichen Tag der Zeichnung (bis heute Nacht 23:59!) die bisherige Höchstzahl an Unterzeichnern einer E-Petition (128194) übertroffen.

Nochmal im Klartext: Noch nie in der Geschichte der E-Petitionen haben sich so viele Menschen um ein Thema versammelt, wie hier.

Auf der anderen Seite haben sich die Parteien der großen Koalition gestern das geplante und höchst umstrittene Gesetz "in trockene Tücher" gepackt, und wollen es übermorgen, Donnerstag, durchwinken. Sie tun auch gut daran, sich zu beeilen, denn je länger die Diskussion andauert, je mehr Informationen auftauchen, umso klarer wird, ...

Löschen statt verstecken - es funktioniert

Ich krieg' mich gerade nicht mehr ein. Da tönt die UvdL und die Internetausdruckerfraktion und obendrein noch die BKA Chefetage, wie schwierig es doch sei, illegale Inhalte von den Servern gelöscht zu bekommen, zumal, wenn diese im Ausland stünden. Och, wird da gejammert, da müssten internationale Polizeiabkommen und Amtshilfedingse her, das sei ja alles so kompliziert und nicht zu bewerkstellen. Deshalb sei es doch so wichtig, jetzt endlich mal was zu tun, und da man die Inhalte ja nicht gelöscht bekommt, möchte man eben die Internetstopschildarei.

Von diesen ganzen [...........] ist anscheinend niemand auf die Idee gekommen, es einfach mal ...

Wie man in die Umfragegruppe hineinruft, so schallt es heraus.

Eindrucksvoll zeigt sich gerade anhand zweier Umfrageergebnisse zum Thema "Finden die Bürger Netzsperren gut oder nicht", was man im Grundstudium Marketing lernt: Die Fragen beeinflussen das Ergebnis.

So wundert es nicht, dass eine Infratestumfrage im Auftrag des Vereins "Kinderhilfe" zu dem Ergebnis kommt, dass 92% der Bevölkerung für eine Zensur des Internets sind.

Quasi als Antwort darauf gab MOGIS (Verein Missbrauchsopfer Gegen Internetsperren) ebenfalls bei Infratest eine Studie in Auftrag - deren Ergebnis besagt nun 90% der Bevölkerung sind gegen Internetsperren.

Alles eine Frage der Fragen,

(...) Was heißt das? In erster Linie, dass suggestive Fragen nur die Meinung abbilden, die

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Das Internetuserbild der Frau von der Leyen - Update

Gerade auf golem.de gelesen - U.v.d.L im Radiointerview bei Radio Eins, Berlin:

"Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft"


So, jetzt ist die Katze aus dem
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Mahnwache am Freitag in Berlin: Keine Scheuklappen fürs Netz

In wenigen Minuten startet eine Protestkundgebung gegen Internetsperren in einer freien Gesellschaft vor dem Presse- & Besucherzentrum der Bundesregierung (Bundespressekonferenz)
Reichstagufer 14 //  U+S-Bhf. Berlin-Friedrichstraße // Berlin

Lesetip zum Thema:

ZEIT ONLINE: Warum sind Sie gegen Frau von der Leyens Plan der Netzsperren?

Bahls: Weil er Kinderpornografie nicht bekämpft. Da ist irgendwo im Internet ein Missbrauch dokumentiert und die Bundesregierung schaut weg. Und sagt uns Bürgern, wir sollen auch wegschauen. Was noch viel krasser ist: Es werden zwischen den Staaten nur die Sperrlisten für die Filter ausgetauscht. Doch niemand bekämpft in seinem eigenen Land die Server, auf denen die Inhalte lagern.

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